eHealth-Terminals im Gesundheitswesen
Service und Tipps

Einführung der Telematikinfrastruktur (TI) ab 1.7.17

Das bundesdeutsche Gesundheitswesen wird in einem geschlossenem, digitalem Netzwerk übers Internet miteinander verbunden, um medizinischen Einrichtungen und Patienten eine Datenschutz sichere Kommunikation zu ermöglichen. Die Einführung der Telematikinfrastruktur (TI) wurde mit dem eHealth-Gesetz am 29. Dezember 2015 beschlossen. Festgelegt wurde, dass bis Juli 2018 alle Praxen an die TI angeschlossen sein sollen und als erste Anwendung den Abgleich der Versichertenstammdaten, durchzuführen haben. Bei Nichtdurchführung durch einzelne Praxen droht diesen ein pauschaler Honorarabzug von 1 Prozent. (§ 291 Absatz 2b Satz 14 SGB V). Eine Verlängerung dieser Durchführungsfrist steht allerdings schon im Raum.

Für die technische Umsetzung und den Betrieb der TI ist die gematik, Gesellschaft der Selbstverwaltung, bestehend aus der Bundesärztekammer, Bundeszahnärztekammer, dem Deutschen Apothekerverband, der Deutsche Krankenhausgesellschaft u.a. zuständig.

Die TI ist ein geschlossenes digitales Netz, das für den sicheren Austausch medizinischer Daten genutzt wird. Zugang erfolgt ausschließlich durch Nutzung zugelassener Chipkartenlesegeräte unter Verwendung des elektronischen Heilberufsausweises oder eines elektronischen Praxisausweises.

Alle Daten und Nachrichten, die über die TI versandt werden, werden verschlüsselt. Alle Komponenten des Netzwerks unterliegen strengen Sicherheitsvorschriften und müssen vom BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) geprüft und zertifiziert werden.

 

Das folgende Video des ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH erklärt anschaulich, wie die zukünftige Telematikinfrastruktur im deutschen Gesundheitswesen aufgebaut ist.

 

 

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Eine Antwort auf Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen

  • Nirgendwo wird so lügnerisch geprahlt wie in diesem Projekt. Unsinnig teuer, unsinnig kompliziert wird es auf lange Sicht nur einer Gruppe nutzen, der EDV-Industrie. Von Vereinfachung des Informationsflusses kann angesichts des notwendigen apparativen und administrativen Aufwandes kaum die Rede sein. Bis zu 8stellige PINs oder der Kartenwust (Heilberufsausweis/SMCB-Karte) sind weit entfernt von einfacher und schneller Kommunikation. Wie in allen digitalisierten Prozessen wird immer von Vereinfachung gesprochen obwohl es kein Verwaltungsprogramm gibt, dass den Anwender auch nur annähernd seine Verpflichtungen vereinfacht hätte. Das ganze hat rein gar nichts mit verbesserter medizinischer Versorgung zu tun. Als Arzt habe ich bisher alle meine Informationen innerhalb kürzester Zeit durch die bisherigen Kommunikationswege erhalten um den Patienten zu helfen. Dazu war kein mehrere tausend Euro teure EDV erforderlich. Die Halbwertszeit dieser Hardware dürfte sich wie in allen EDV-Bereichen auch überschaubar halten. Damit bleibt ja der Geldfluß an die Hersteller erhalten – alles aus Versichertengelder und Leistungserbringergeldern die der medizinischen Versorgung (bisher über 2 Milliarden Euro) entzogen werden.

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