eHealth-Terminals im Gesundheitswesen
Service und Tipps

Telematikinfrastruktur

 

Die Einführung der Telematikinfrastruktur (TI) im Gesundheitswesen beginnt mit dem Versichertenstammdatenmanagement. Durch eine gesicherte Online-Verbindung der (Zahn-) Arztpraxis mit den gesetzlichen Krankenkassen wird geprüft, ob die auf der jeweils gesteckten Versichertenkarte gespeicherten Daten aktuell sind bzw. ob ein gültiges Versicherungsverhältnis besteht. Die Überprüfung erfolgt einmalig im Quartal.

 

Versichertenstammdaten-Management (VSDM)

Vorab eine wichtige Information, veröffentlicht am 13.07.2017 in der Ärzte Zeitung online:

„BERLIN. Die Fristverlängerung für Ärzte in Sachen Telematikinfrastruktur (Tl) ist sicher. In einem Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zu einer „Verordnung zur Verlängerung der Frist nach § 291 Absatz 2b Satz 14 SGB V“, der der „Ärzte Zeitung“ vorliegt, wird nun als verpflichtender Termin für die erste Anwendung, den Online-Abgleich der Versichertenstammdaten, der 31. Dezember 2018 genannt.

Bis dahin müssen die Praxen an die Tl angebunden und mit der nötigen Technik – etwa dem Konnektor und einem E-Health-Kartenleser – ausgestattet sein. Den Online-Abgleich der Versichertendaten müssen die Praxen laut neuem Zeitplan ab 1. Januar 2019 durchführen.

Erst dann greift die Sanktion aus dem E-Health-Gesetz. Genauer wird den Vertragsärzten ihr Honorar pauschal um ein Prozent gekürzt, solange, bis sie am Online-Abgleich teilnehmen.“

 

Ablauf in der Praxis

Quellenhinweis: Veröffentlichung der gematik, Digitale Vernetzung des deutschen Gesundheitswesens“, „Veröffentlichung der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung vom 21. Februar 2017, Seite 4“

Die elektronische Gesundheitskarte des Patienten wird am Empfang in das Kartenterminal eingebracht. Der Konnektor baut dann selbstständig eine Verbindung zum Versichertenstammdatendienst auf. In jedem Quartal haben sie nach § 291 Abs. 2b Satz 3 SGB V als Leistungserbringer verpflichtend die Aufgabe („online“) eine Überprüfung der Kartendaten vorzunehmen. Die erfolgte Prüfung wird durch einen Prüfnachweis elektronisch im Praxisverwaltungsprogramm gespeichert. Die Überprüfung kann ohne Verpflichtung jederzeit wiederholt durchgeführt werden.

Sind die Daten der Gesundheitskarte aktuell, dann erhält ihre Praxis eine entsprechende Meldung. Sofern neue Daten zur Versichertenkarte bei der Krankenkasse vorliegen, wie eine neue Anschrift des Versicherten, wurden diese elektronisch auf der Karte aktualisiert und werden in ihr Praxisverwaltungsprogramm übernommen. Die weitere Bearbeitung durch ihre Praxissoftware erfolgt danach in bekannter Weise. Sollte kein gültiges Versichertenverhältnis bestehen, erhält das Praxispersonal diese Meldung.

 

Vorteile des VSDM auf einen Blick

  • Durch das Versichertenstammdatenmanagement ist gewährleistet, dass stets die aktuellen Patientendaten verarbeitet werden
  • Bei Änderungen von Daten der Patienten, z.B. Umzug oder Statusänderung kann die Praxis auch während des Quartals ein Online Update durchführen.

 

Schematische Darstellung des Versichertenstammdatenmanagement

Telematikinfrastruktur

Systemgrafik Online Produktiv Betrieb Quelle Cherry GmbH

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hersteller- und kaufunabhängige Beratung

0900 – 1 84 87 87 (0,83 €/ min.)

Wir beraten Sie in allen Fragen zum Einsatz und zur Anwendung von Chipkarten-Lesegeräten im Gesundheitswesen

 

 

Muster Elektronische Gesundheitskarte

Muster Elektronische Gesundheitskarte

Online-Rollout Stufe 1

Der Online-Rollout Stufe 1 bezeichnet die Erprobungsphase für die Anwendung VSDM (Versichertenstammdatenmanagement) und des Basisdienstes QUES (qualifizierte elektronische Signatur).

 

 

 

Download – Info-Broschüre der gematik:

→ Digitale Vernetzung des Deutschen Gesundheitswesens

 

Erläuterung:

Das VSDM verwaltet die Versichertenstammdaten, die auf der Elektronischen Gesundheitskarte (eGK) gespeichert und über die Telematikinfrastruktur zur Verfügung gestellt werden.

Über eine gesicherte Online-Verbindung (Konnektor) erfolgt direkt in der Arztpraxis eine Überprüfung und Aktualisierung der eGK. Diese Datenübertragung darf nur mit der Zustimmung des Patienten und durch berechtigte Personen erfolgen. Durch die Online-Aktualisierung der Versichertenstammdaten ist ein Austausch der Gesundheitskarten bei Adress- oder Statusänderungen nicht mehr notwendig.

Der Konnektor steuert direkt den Zugriff auf das Kartenterminal und damit auf die Gesundheitskarten und stellt die Dienste für die Authentifizierung bereit. Das Kartenterminal basiert dabei auf der Hardware der zertifizierten eHealth-BCS-Terminals, mit denen die Arztpraxen im Rahmen des eGK Basis-Rollout in den Jahren 2009 bis 2011 ausgestattet wurden. Zur Anbindung an den Konnektor erhalten die eHealth-Terminals eine Aktualisierung der Firmware und die Erweiterung einer Schnittstelle zum Konnektor.

Der Basisdienst QUES, qualifizierte elektronische Signatur dient der Erstellung signierter Dokumente durch Leistungserbringer (Ärzte, Zahnärzte, Krankenhäuser) mit Hilfe des Heilberufsausweises (HBA)

 

Die gematik hat eine Informationsbroschüre Erprobung Online-Rollout (Stufe 1) herausgegeben:

EinsendeformularInformationsbroschüre Erprobung Online-Rollout (Stufe 1)

 

→ Zur Webseite www.gematik.de

 

Hersteller- und kaufunabhängige Beratung

0900 – 1 84 87 87 (0,83 €/ min.)

Wir beraten Sie in allen Fragen zum Einsatz und zur Anwendung von Chipkarten-Lesegeräten im Gesundheitswesen

Haben Sie Fragen?
  • Kaufunabhängige Beratung : 09001848787 (0,83 €/min.)
  • E-Mail: verkauf@viadavinci.de