eHealth-Terminals

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Die Geschichte der Chipkarten-Lesegeräte im deutschen Gesundheitswesen

Die Lesegeräte der Generation 1/ KVK-Lesegeräte

Einführung der Krankenversichertenkarte 1995/ Lesegeräte der Generation 1

Im Jahr 1995 wurde der Krankenschein durch die Krankenversichertenkarte (KVK) ersetzt. Alle Praxen und Zahnarztpraxen erhielten dafür Chipkarten-Lesegeräte und einen 24-Nadeldrucker (Panasonic KXP2123 oder Epson LQ570). Lesegerät und Drucker wurden per Kabel direkt miteinander verbunden. Seinerzeit verfügte nur eine Minderheit der Praxen über eine EDV-Anlage.

Das zu bedruckende Praxisformular wie Rezepte, Überweisungen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen etc. wurde manuell in den Drucker eingelegt und die KVK in den Kartenslot des Lesegerätes eingeführt. Das Stecken der Krankenversichertenkarte löste den Druckbefehl aus, der Formularkopf wurde mit den Versichertendaten bedruckt.

Hersteller von Lesegeräten waren die Firmen Hagenuk, IBM, Krone, Gemplus und Celectronic mit stationären Geräten sowie Cherry mit einer PC-Tastatur mit integriertem Kartenleser.

Die ersten mobilen Lesegeräte, das HML500H von Hagenuk (ORGA als Nachfolger) und das CARD STAR memo von Celectronic kamen kurze Zeit später auf den Markt. Die Geräte konnten 105 Datensätze speichern. Die  Daten mit einem sogenannten Slot-Slot-Kabel bzw. einer Adapterkarte über das stationäre Lesegerät an den Drucker übertragen.

 

Die Lesegeräte der Generation 2/ MKT+ Lesegeräte

MKT+ Lesegeräte zum Lesen von Krankenversichertenkarten (KVK) und elektronischen Gesundheitskarten (eGK)

Bereits Ende der 90er Jahre wurde die Weiterentwicklung der Krankenversichertenkarte hin zu einer Chipkarte mit erweiterten Funktionalitäten geplant. TeleTrust Deutschland e.V. schuf den Standard des multifunktionalen Kartenterminals (MKT) mit der Spezifikation 1.0. Die Hersteller entwickelten Ihre Lesegeräte dementsprechend weiter und führten sie als Nachfolgeprodukte zur Lesegerät – Generation 1 in den Markt ein.

Die gematik GmbH wurde 2005 gegründet, um die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte zu koordinieren und die technischen Spezifikationen aller beteiligten Komponenten zu erstellen. Die ersten Zulassungen von Chipkarten-Lesegeräten durch die gematik erfolgten im sogenannten MKT+ Standard.

Ende 2006 gab es Testregionen, in denen das Einlesen und Verarbeiten von elektronischen Gesundheitskarten sowie Vorläufer von eRezept und Notfalldaten erprobt wurden. Die MKT+ Lesegeräte mussten sowohl KVK als auch eGK an das Praxisprogramm übertragen können.

 

Die Lesegeräte der Generation 3/ eHealth-BCS-Terminals

eHealth-BCS Terminals zum Lesen von Krankenversichertenkarten (KVK) und elektronischen Gesundheitskarten (eGK)

Die eHealth-BCS-Terminals wurden 2009 bis 2011 im Rahmen des sogenannten eGK Basis-Rollouts eingeführt. Hier kamen mit den Herstellern Hypercom und SCM, gt german-telematics und Omnikey gleich vier neue Terminal-Anbieter hinzu.

Die Spezifikationen für die stationären und mobilen Terminals wurden von der gematik erstellt und waren im Vergleich zu den Vorgängermodellen wesentlich umfangreicher. Die eHealth-BCS Lesegeräte sollten die Basismodelle für die später im Online Betrieb der Telematikinfrastruktur geplanten Funktionen sein und durch ein Softwareupdate weiterhin einsetzbar sein.

So mussten alle stationären Lesegeräte zwei Fullsize-Kartenslots haben mit jeweils einem Slot zum Einlesen der eGK und einem Slot für den elektronischen Arztausweis. Auch die mobilen Geräte hatten bereits einen Slot für den Arztausweis.

Die eHealth-BCS Terminals mussten in der Lage sein, sowohl die KVK als auch die eGK einzulesen und sollten gegen An- und Eingriffe von außen geschützt sein. Bei einem Fremdeingriff sollten sich die Geräte automatisch abschalten und keine weitere Nutzung mehr möglich sein (Sicherheitsalarm). Erstmalig wurde eine Administrations-PIN eingeführt, die vom Anwender vor dem erstmaligen Betrieb vergeben wurde.

Bei den stationären e-Health-Terminals konnten Einstellungen im Administrator-Menü nur nach Eingabe der PIN-Nummer vorgenommen werden. Auf die Daten der mobilen Lesegeräte konnte nur nach Eingabe der PIN-Nummer zugegriffen werden.

Den Übergang in die Telematikinfrastruktur haben die eHealth-BCS-Terminals dann doch nicht überstanden. Die Sicherheitsanforderungen von gematik und BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informatik) waren so hoch, dass die bestehenden Terminals nicht durch ein reines Software-Update auf die neuen Anforderungen anzupassen waren.

Die Lesegeräte für die Telematikinfrastruktur, die eHealth-Terminals, waren technologische Neuentwicklungen. Mehrere Hersteller schieden aufgrund des hohen Entwicklungsaufwandes aus.

Die Lesegeräte der Generation 4/ eHealth-Terminals

eHealth-Terminals zum Lesen von elektronischen Gesundheitskarten (eGK) im Rahmen der Telematikinfrastruktur

Seit dem 1. Januar 2015 ist in Deutschland nur noch die elektronische Gesundheitskarte zugelassen. Die eGK zeigt, bis auf ein paar Ausnahmen, ein Lichtbild des Versicherten. Die Rückseite des eGK bildet den europäischen Versicherungsausweis ab.

Die Karte enthält einen Chip und kann als persönlicher Schlüssel des Versicherten Zugang zur Telematikinfrastruktur gewähren. Die eGK bietet die Möglichkeit, Notfalldaten, Medikationsplan oder die elektronische Patientenakte (ePA) zu speichern. Alle Anwendungen sind für die Versicherten freiwillig.

Die Einführung der Telematikinfrastruktur erforderte die Neuentwicklung der stationären und mobilen Lesegeräte. Die hohen Anforderungen an die Entwicklung der Geräte unter Berücksichtung der Vorgaben von des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) und der gematik führte dazu, dass sich einige der bisherigen Hersteller aus dem Markt zurückzogen.

Aktuell gibt es noch drei Hersteller, die Ihre Lesegeräte weiter- bzw. neu entwickelt haben und zur Einsatzreife im Rahmen der Telematikinfrastruktur gebracht haben.

Ingenico Healthcare hat das ORGA 6141 online als stationäres Lesegerät und das ORGA 930 M online als mobiles Lesegerät entwickelt.

Die Cherry GmbH bietet die eHealth-Tastatur G87-1505 sowie das stationäre Lesegerät Cherry ST-1506 an.

Der Hersteller ZEMO bietet das mobile Lesegerät VML-GK2 telematik an.

Die stationären Lesegeräte stehen in direkter Verbindung mit dem eHealth-Konnektor, dem Tor zur Telematikinfrastruktur.

Die Installation der Telematik-Geräte in den Praxen begann ab 2019. Die allererste Anwendung war der sogenannte Versichertenstammdatenabgleich. Dies ist eine Pflichtanwendung, bei der nach dem Stecken der eGK in das Kartenlesegerät überprüft wird, ob alle Daten auf der Karte noch aktuell sind.

Falls Änderungen vorliegen, werden diese über das eHealth-Terminal sofort auf der eGK aktualisiert. Der Versichertenstammdatenabgleich ist insbesondere vorteilhaft, um zu prüfen, ob ein gültiges Versicherungsverhältnis besteht.

 

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